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Monstera durch Ableger vermehren+ Tipps und Tricks!

So vermehrst du deine Monstera

Meine liebste Zimmerpflanze ist meine Monstera variegata (auch Fensterblatt genannt). Diese unterscheidet sich durch ihren Weißanteil von der Monstera deliciosa. Die Monstera deliciosa ist in den letzten Jahren zu einer beliebtesten, außergewöhnlichsten und pflegeleichtesten Zimmerpflanzen in deutschen Haushalten geworden. Ich kann es mehr als verstehen.

Heute zeige ich dir, wie einfach es ist, eine Monstera durch Ableger zu vermehren. Zuvor gibt es von mir noch wertvolle Pflegehinweise und Infos über die beliebte Zimmerpflanze.

Monstera Pflegetipps

Heller und warmer Standort

Die Monstera liebt viel Licht, dadurch entstehen die Kerben in den Blättern (dazu später mehr). Hell und warm sollte es sein, aber bitte nicht vollsonnig. Sie liebt es, von allen Seiten her Licht zu bekommen und mag die Morgensonne und Abendsonne Monstera besonders gern. Auf Mittagssonne sollte verzichtet werden! Bei einer Zimmertemperatur um die 21 Grad fühlt sie sich pudelwohl.

Richtig gießen, so gelingt es!

Das war eine der Sachen, die ich erst richtig lernen musste. Lieber einmal zu wenig gießen, wie zu viel. Das Substrat darf bis zur nächsten Wassergabe antrocknen. Die Monstera verträgt kurze Trockenheit besser als zu viel und zu starke Nässe. Empfohlen wird abgestandenes, nicht zu kaltes Wasser. Meine Mutterpflanze kommt alle 14 Tage unter die Dusche. Die Jungpflanzen bekommen stilles Trinkwasser oder destilliertes Wasser.
Im Winter (November- März) die Wasserzufuhr reduzieren.

Bei Bedarf kannst du deiner Monstera mir Grünpflanzendünger alle 4 Wochen während der Wachstumsperiode düngen.

Blattpflege bei der Monstera

Reinige die Blätter der Monstera regelmäßig mit einem feuchten Lappen, so wirkst du Staub entgegen. Im Winter die Blätter regelmäßig mit Wasser besprühen, da die Heizperiode der Pflanze kräftig zusetzt.
Warum das alles? Über die Blätter nimmt die Monstera Licht auf, welches die Pflanze zum Leben benötigt.


Die Monstera (auch Fensterblatt genannt), stammt aus den Wäldern Mittel- und Südamerikas. Sie liebt das tropische Klima und klettert dort lianenartig an Baumstämmen hinauf.
Aus diesem Grund benötigt sie bei uns eine Rankhilfe.
Mittlerweile sind zwischen 20 bis 50 Arten der Monstera bekannt. Alle unterscheiden sich in Wuchs, Größe und Blätter. Sehr beliebt ist die Monstera deliciosa, diese ist in nahezu jedem Pflanzcenter zu erwerben.
Meine, die Monstera variegata ist in der Pflege ähnlich zu handhaben wie die Deliciosa. Im Vergleich wächst sie allerdings langsamer (kann ich bei meiner Mutterpflanze nicht bestätigen), ist viel empfindlicher und weitaus wärmebedürftiger. Gießt du zu viel, werden die weißen Stellen der Blätter schnell braun, gießt du zu wenig – dann auch.

Übrigens:
Steht die Monstera variegata zu dunkel, ergrünen die Blätter und der Weißanteil verschwindet. Sollte sie Triebe mit ausschließlich grünen Blättern bilden, wird empfohlen, diese frühzeitig abzuschneiden. Als Faustregel gilt, je mehr Weißanteil im Stiel ist, desto mehr wird sich auch in den Blättern bilden.
Es ist jedes Mal ein aufregendes Erlebnis, ein neues Blatt zu sehen und zu schauen, wie schön panaschiert es ist.

Was ist was? Schlafende Augen und Luftwurzeln, so erkennst du sie!

Das war etwas, was ich ganz schön knifflig fand. Aus diesem Grund möchte ich dir gern noch den Unterschied erklären und zeigen, damit du nicht so doof wie ein Ochse vorm Scheunentor stehst, wie ich…

Links sind bereits gut ausgebildete Luftwurzeln zu sehen. Auf dem rechten Bild bildet sich eine neue Wurzel am Stamm. Das erkennst du an einem kleinen, leicht bräunlichen Hügel auf dem Stamm.

Wozu dienen die Luftwurzeln einer Monstera?

Eins vorweg: Gesunde Luftwurzeln sollten nicht abgeschnitten werden. Sie gehören zum typischen Wuchsbild der Zimmerpflanzen und erfüllen wichtige Funktionen bei der Ernährung und Stützung der Pflanzen. Im Idealfall belässt man die Luftwurzeln und leitet sie in die Topferde, denn dort wurzeln sie leicht ein.
Je größer die Monstera wird, desto größer werden ihre Luftwurzeln. Wenn die Wurzeln in der Erde nicht mehr den Bedarf an Wasser und Nährstoffen decken, bildet die Monstera lange Luftwurzeln aus, in der Hoffnung, irgendwann auf Erde zu treffen.
Die Luftwurzeln erfüllen somit wichtige Funktionen bei der zusätzlichen Ernährung und Stützung der Pflanze.
Ein zweiter Grund, warum die Monstera Luftwurzeln bildet, ist die Rankhilfe. Mithilfe der Wurzeln klettert die Zimmerpflanze nach oben.

Auch auf diesen drei Bildern siehst du eine Unebenheit auf dem Stamm. Meist in der Nähe einer Gablung. Das sind schlafende Augen. Ganz klar daran zu erkennen, dass diese in der Farbe des Stammes sind.

Was sind schlafende Augen an deiner Monstera?

Der Begriff schlafendes Auge ein Synonym für schlafende Knospe. Es ist also eine ruhende Knospenanlage, die eine verholzende Pflanze im jungen Stadium zeitgleich mit aktiven Knospen anlegt.
Die besondere Eigenschaft der schlafenden Augen ist, dass sie viele Jahre lebensfähig bleiben. Ihre Funktion besteht in der Wiederherstellung.
Das bedeutet, schneiden wir einen Ableger ab, wird eins der drunterliegenden schlafenden Augen geweckt. Dort bildet sich ein neuer Stamm, damit unsere Monstera weiter wächst. Schlafenden Augen sind die eiserne Reserve unserer Monstera.

Monstera vermehren- so geht’s!

So vermehrst du deine Monstera

Im Frühjahr ist die beste Zeit, deine Monstera zu vermehren. Geeignete Stecklinge/ Ableger sind Stile mit mindestens zwei Blättern und einer Luftwurzel.
Der Steckling wird 1 bis 2 cm unterhalb der Luftwurzel mit einem scharfen und sauberen Messer oder Gartenschere abgeschnitten. Achte auf einen sauberen Schnitt. Den Ableger nicht einfach abbrechen.

Monstera durch Ableger vermehren

So sollte eine saubere und frische Schnittkante aus.

So vermehrst du deine Monstera

Anschließen die Schnittkante für ein paar Stunden (+1 h) trockenen lassen. Ich schneide meine Ableger meistens am Vormittag ab und stelle diese einen Tag später ins Wasser.
Verwende abgestandenes, zimmerwarmes Wasser für den Ableger und wechsle das Wasser zweimal wöchentlich. Das ist dringend notwendig, sonst kann es durchaus passieren, dass die Schnittstelle anfängt zu faulen.

Mein persönlicher Tipp:
Schnittkante am Ableger und Mutterpflanze mit Asche verschießen. Die Asche verhindert das Bakterien in die frischen Schnittstellen gelangen.

Nach 4 bis 8 Wochen wird dein Ableger neue Wurzeln gebildet haben. Je nach Jahreszeit und Standort könnte das wie bei mir aussehen. Dieser Ableger ist bereit, eingepflanzt zu werden.

Dafür wird der Monstera Ableger in einen Topf mit Anzuchterde gesetzt. Achte darauf, die Jungpflanze mittig zu platzieren. Der Stiel sollte möglichst senkrecht eingepflanzt werden.

Der Hype der Monstera variegata

Wunderschön oder? Ich bin auch echt froh, meine Monstera variegata zu haben. Mittlerweile lebt die Zimmerpflanze seit 3 Jahren bei mir, habe sie zu einem echt guten Preis im Baumarkt gekauft.
Auch damals war der Hype unter Pflanzenfreunden schon echt groß.
Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wen ich aus Langeweile die Angebote auf Ebay durchschaue.

 Variegation bedeutet Panaschierung. Es kommt aus dem Lateinischen und bedeutet vielfarbig. Die verschiedenfarbigen Blätter sind eigentlich ein Defekt der Natur. Dieses Farbspiel entsteht durch einen lokalen Mangel oder gar das Fehlen von Chlorophyll. Dies führt zu grünlichweißen bis gelblichen Flecken. Es ist also eine Mutation, die meist sehr schwer zu vermehren ist und in einigen Fällen von selbst verschwindet. Das ist der Grund, warum die Monstera variegata so teuer ist.

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